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Wir laden herzlich ein! Faschingsgschnas 18. Februar 2012 In 12 Tagen |
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| 1 | Das Haupt geschmückt mit grünem Reis, Ostara kommt gegangen. Und wo sie geht, da bricht das Eis und Wald und Wies' ersprangen. Wie Gold erglänzt der junge Tag die Knospen all sich regen, aufjubelt was nur jubeln mag, und atmet Blütensegen. |
![]() Das Weihelied illustriert von Franz Dichtl 1922. |
| 2 | O gib, die der Walküre gleich zu Streit du kamst und Siege, auch uns die Kraft zu kühnem Streich, daß Feind um Feind erliege. Laß unser Banner leuchten weit in grün-rot-goldnen Farben, dem Sieger nur nach heißem Streit erglüh'n des Sommers Garben. |
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| 3 | Noch sind wir wie der Lenz so jung und quillt uns Lust und Leben, und der Begeist'rung hoher Schwung verleiht uns höchstes Streben. Wir streben nach des Wissens Gold, daß es uns Leitstern werde im Kampfe um der Freiheit Sold auf freier deutscher Erde. |
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| 4 | Umschlungen von der Treue Band im Jugendsonnenschimmer laßt schwören uns mit Herz und Hand: Wir bleiben treu für immer. Die Treue macht uns kühn und stark und gibt die rechte Weihe zum Kampf für uns're deutsche Mark, sie blühe und gedeihe. |
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| 5 | Und kehren wir ins Städtchen traut, das hinter Türmen und Toren aus waldumkränztem Kessel schaut einsam und traumverloren; dann jauchzen treu um Dich geschart Dir zu Ostaras Söhne, daß du bewahrst die deutsche Art und deines Alters Schöne. |
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| Text: Edward Samhaber, 1894 Melodie: Franz Neuhofer, 1912 © AH Th.III | ||
![]() ![]() Klavierauszug des Komponisten Franz Neuhofer anno 1912, sowie eine Kopie des handschriftlichen Originals des Weihelied-Textes von Edward Samhaber 1894. |
Edward Samhaber wurde am 26. Dezember 1846 in Freistadt geboren. Sein voller Vorname lautete Eduard Mathias. Beruflich war Samhaber als Gymnasiallehrer tätig, anfangs in Freistadt, später in Laibach. 1884 war Samhaber ein Gründungsmitglied der in Laibach von deutschen Hochschülern gegründeten Ferialverbindung Carniola. Von 1888-1904 unterrichtete er an der Lehrerbildungsanstalt in Linz. Nach der Pensionierung betätigte sich Samhaber als freier Schriftsteller. Neben formal meisterlicher Lyrik und Dramen schuf er auch Nachdichtungen alt- und mittelhochdeutscher Texte, u. a. von Walther von der Vogelweide. Für die Ferialverbindung Ostara schuf er den Text des Weiheliedes. Am 18. März 1926 verlieh die Stadt Freistadt Edward Samhaber das Ehrenbürgerrecht, am 27. März 1927 starb der Dichter im Alter von 80 Jahren in Linz, wo eine nach ihm benannte Straße an ihn erinnert.

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